Daten & Methodik

So entsteht eine AlgoSwell-Einordnung

AlgoSwell misst, wie deutlich der Markt auf Quartalszahlen reagiert, und wählt daraus nach einem festen, in mehrjährigen Rückrechnungen geprüften Analysemodell aus.

Drei Schritte von der Meldung zum Ergebnis

  1. Tag 0
    Quartalszahlen

    Eines der meistgehandelten US-Unternehmen veröffentlicht seine Zahlen bei der US-Börsenaufsicht SEC. Erfasst wird der Zeitpunkt der Meldung.

  2. Tag 1
    Bestätigung durch den Markt

    Die Aktie muss deutlich stärker reagiert haben als der Gesamtmarkt, und das Unternehmen muss bei Bewertung und Qualität überzeugen. Wie die Kriterien zusammenspielen, wurde über Jahre an historischen Daten kalibriert. Diese Kalibrierung ist das Herzstück von AlgoSwell.

  3. Tag 2–11
    Einstieg und Verlauf

    Aufgenommene Aktien werden zur US-Eröffnung mit dem tatsächlichen Kurs erfasst und zehn Handelstage begleitet. Danach endet die Beobachtung zum Schlusskurs, unabhängig vom Ergebnis.

Danach entscheidest du selbst. AlgoSwell führt keine Order aus und berücksichtigt keine persönlichen Anlageziele, finanziellen Verhältnisse oder deine Risikobereitschaft.

Was im Morning Scout stehen kann

Nicht jede Prüfung endet mit einem Setup. Verworfene Aktien und „Kein Setup“ sind eigenständige Ergebnisse und erscheinen mit ihrem Grund.

Setup
Standardisierte positive Einordnung unter definierten Bedingungen. Keine Gewinngarantie.
Reaktion zu schwach
Die Zahlen haben den Markt nicht deutlich genug überzeugt.
Reaktion negativ
Nach den Zahlen hat die Aktie schwächer abgeschnitten als der Gesamtmarkt.
Bewertung zu schwach
Die Reaktion stimmt, aber Bewertung und Qualität des Unternehmens überzeugen nicht.
Kein freier Platz
Die Kriterien sind erfüllt, aber die Plätze sind belegt. AlgoSwell begleitet bewusst nur wenige Setups gleichzeitig, weil Setups aus vollen Phasen im Backtest im Schnitt schwächer liefen.
Kein Setup
Keine geprüfte Aktie erfüllt die notwendigen Kriterien. Das ist ein bewusstes Ergebnis, kein Systemfehler.

Warum es keine Prognose gibt

Es gibt keinen Wert, der eine Gewinnwahrscheinlichkeit nahelegt. Ohne geprüfte Kalibrierung wäre eine solche Zahl eine Behauptung. Stattdessen siehst du die gemessenen Werte selbst: die Reaktion des Marktes und die Einordnung bei Bewertung und Qualität.

AlgoSwell begleitet jedes Setup zehn Handelstage und hält danach das Ergebnis fest. Ein Kursziel gibt es nicht. Wann du ein- oder aussteigst, entscheidest du selbst.

Jeder Morning Scout bleibt so stehen, wie er veröffentlicht wurde, und wird über eine Prüfsumme mit dem vorherigen verkettet. Der Verlauf zeigt Einordnungen und die rechnerische Entwicklung der Setups, keine ausgeführten Trades.

Daten und Rückrechnungen

Die Einordnung beruht ausschließlich auf messbaren Daten: dem Zeitpunkt der Meldung bei der SEC, den Kennzahlen aus den Berichten des Unternehmens sowie den Kursen der Aktie und des Gesamtmarkts. Die Kurse stammen von einem Marktdatenanbieter, die Kennzahlen direkt von der SEC. Fehlen Daten, wird die Aktie nicht eingeordnet. Ein fehlender Wert wird nicht durch eine Schätzung ersetzt.

Das Analysemodell wurde in mehrjährigen Rückrechnungen (Backtests) entwickelt und geprüft: mit Kurs- und Unternehmensdaten seit 2017 und über 800 historischen Setups, über mehrere Marktphasen hinweg. Seit dem Start läuft zusätzlich ein Vorwärtstest mit echten, neuen Daten. Historische Tests sind ein Anhaltspunkt, keine Garantie für die Zukunft. Mehr dazu in den Risikohinweisen.

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Prüfung und Korrekturen

Vor und nach jedem Morning Scout prüft AlgoSwell die Daten automatisch: ob alle Kurse und Meldungen vollständig sind, ob der Bezugskurs zum Schlusskurs passt und ob Stammdaten wie ISIN und WKN vorliegen. Auffälligkeiten werden von Hand nachgesehen.

Stellt sich eine Angabe in einem veröffentlichten Setup nachträglich als falsch heraus, wird sie nicht still ersetzt. Das Setup erhält den Hinweis „Korrigiert“ mit Datum, alter und neuer Angabe sowie dem Grund.

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